Sehenswürdigkeiten in Amberg

Sehenswürdigkeiten in Amberg


Kurfürstliches Schloss

Das Kurfürstliche Schloss in Amberg ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die diese schöne Stadt zu bieten hat. Die Stadt Amberg liegt in der Oberpfalz, etwa 60 km östlich von Nürnberg.

Nachdem Ludwig III., auch „Ludwig der Bärtige“ genannt, 1410 Kurfürst und Pfalzgraf von der Pfalz, wurde, beschloss er eine neue Schlossanlage errichten zu lassen. Bereits 1417 begann er mit dem Bau des Kurfürstliche Schloss. Bereits einige Jahre später ließ Friedlich I, Kurfürst in den Jahren 1451 bis 1476, das Schloss wie eine Zwingerburg umbauen. Zu jener Zeit wurde es bereits als Residenz geführt. 1474, das Jahr der bekannten „Amberger Hochzeit“, ließ der Kurfürst außerdem den Bau um die „große Kemenate“ erweitern, was heute der Hauptteil des Gebäudes bildet.

Etwa drei Jahrhunderte später, im Jahr 1768, Ludwig Graf von Holstein war Statthalter in Amberg und wohnte im Schloss, ließ er den alten Teil der Anlage -auch „vordere Kemenate“ genannt – abreißen um Platz für eine Schlossgarten zu schaffen. Es wurde eine Gartenanlage im barocken Stil errichtet. Das letzte mal, als Residenz wurde das Schloss um 1800 genutzt, als Kurfürst Max IV. hier Zuflucht vor den französischen Armeen suchte.

Da Amberg die Kreisstadt des Landkreises Amberg-Sulzbach ist, wird das ehemaligen Kurfürstliche Schloss heute als Landratsamt genutzt.


Maltesergebäude

Bereits 1624 gründeten die Jesuiten in Amberg ein Gymnasium, das 1674 fertiggestellt war. Der Bau konnte durch den 30-Jährigen Krieg erst in den 1660er Jahren ausgeführt werden. Dem Gymnasium folgte auch der Kongregationssaaltrakt. Der Jesuitenorden wurde 1773 aufgelöst und so kam das Gebäude bis 1808 zum bayerischen Malteserorden. Mit seinen 160 Metern Länge ist der Malteserbau das längste Gebäude in der Stadt Amberg. Sehenswert sind der Kongregationssaal und der Bibliothekssaal. Der Erstgenannte weist eine Kassettendecke auf, die von einem Jesuitenfrater, Johannes Hörmann, entworfen wurde. Im Bibliothekssaal können Besucher über die Spiegeldecke staunen, sowie über die Provinzialbibliothek der oberpfälzischen Klöster mit dem ehemaligen Bestand der Jesuiten. Heute sind hier neben der Provinzialbibliothek ein katholisches Pfarramt und ein Internat untergebracht.


Wallfahrtskirche Mariahilf

Eine interessante und beeindruckende Kirche kann man in Amberg in der Oberpfalz besichtigen: die Wallfahrtskirche „Mariahilf“

Der Ursprung der Kirche geht zurück ins Jahr 1634, als in Amberg die Pest verbreitet war. Im Glauben an die Hilfe der Gottesmutter gelobte die Bevölkerung der Stadt, jährlich eine Wallfahrt abzuhalten. Caspar Hell, damals Rektor des ortsansässigen Gymnasiums ließ, das Gnadenbild „Mariahilf“ anfertigen, eine Kopie des bekannten Werkes, das sich im Dom von Innsbruck befindet. Damals stand auf dem heutigen Mariahilf-Berg eine zu einer Kapelle umgebauten Burg, in dessen Turm das Gnadenbild aufgehängt wurde. Doch schon bald wurde diese Kapelle zu klein. Nach einem Brand im Jahr 1646 begann man im Jahr 1696 mit dem Bau der heutigen Mariahilf-Kirche.

Die Leitung des Baus wurde Georg Peimbl übertragen, der die Kirche nach den Plänen von Wolfgang Dientzenhofer baute. Die Einweihung der Kirche fand im Jahr 1711 statt, obwohl sie bereits 1702 fertiggestellt wurde. Der Kirchturm folgte allerdings erst im Jahr. 1726.

Sehr beeindruckend zeigt sich der Innenraum der Kirche. Die Decken sind mit Fresken und Stuckarbeiten versehen, die die Geschichte der Stadt wiedergeben. So wird unter anderem die Pest im Jahr 1634 dargestellt, sowie die Einbringung des Gnadenbildes. Auch die Weihe der Kirche wurde in einem Bild festgehalten.

Im Inneren sind links und rechts je drei Seitenkapellen, die Bilder des neuen Testaments sowie Legenden von Heiligen darstellen. Die Stuckarbeiten wurden hauptsächlich von den beiden bekannten Künstlern Giovanni Battista Carlone und Cosmas Damian Asam angefertigt.


St. Martinskirche

Die oberpfälzischen Stadt Amberg verfügt über zahlreiche Kirchen. Die wichtigste davon ist allerdings die St. Martinskirche. Dabei handelt es sich um eine dreischiffige Basilika, die im gotischen Stil erbaut wurde und mit einer Länge von 72 m und einer Breite von 28 m die größte Hallenkirche in der Region Nordbayern ist. Die Bauform wurde später Vorbild für zahlreichen Kirchen im sächsischen Raum.

Die Aufzeichnungen gehen zurück ins Jahr 1421 als der Grundstein gesetzt wurde. Der Bau erfolgte schrittweise. So wurde 1452 die Einwölbung des Chors erneuert. Erst nachdem die Kirche, die vorher auf dem Platz gestanden hatte, abgebrochen wurde, konnte das Langhaus der Basilika im Jahr 1456 errichtet werden. Im Jahr 1509 wurde dann der Bau des Turms fertiggestellt.

Leider wurden die Bilder, die Nebenaltäre und sogar die Fresken im Jahr 1557 auf Anordnung von „Ottheinrich von der Pfalz“, damals Kurfürst ausgeräumt und zerstört.

Nachdem Anfang des 18. Jahrhunderts Teile der Kirche beschädigt wurden, erfolgte der Wiederaufbau nicht mehr im ursprünglich gotischen Stil sondern in einer kostbaren Barocken Ausstattung. Allerdings wurde bei einer umfangreichen Restaurierung Ende des 19. Jahrhunderts die Basilika wieder im neugotischen Stil gehalten.

Erwähnenswert sind vor allem die neun sehr wertvollen Glocken, wobei die größte mehr als drei Tonnen wiegt. Zur bedeutenden Ausstattung der Kirche zählt außerdem das Tafelbild „Kreuzauffindung durch die Hl. Helena“, sowie das Hochaltarbild.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Amberg

Bundesland:
Bayern

Regierungsbezirk:
Oberpfalz

Höhe:
373 m ü. NN

Fläche:
50,06 km²

Einwohner:
43.715

Autokennzeichen:
AM

Vorwahl:
09621

Gemeinde-
schlüssel:

09 3 61 000

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